Wissenswerte Hintergründe:
Kunst im Wald – auf den ersten Blick scheinen beide Bereiche nicht viel miteinander zu tun zu haben. Doch der Eindruck täuscht: Der Wald als Lebensraum bietet einen abwechslungsreichen, materialreichen Raum, um mit einfachsten Mitteln kreativ zu werden. Kunst kann so zu einem wahren Erlebnis werden. Und aus Erlebnissen werden Erfahrungen, die das Leben des Kindes bereichern. Kinder jeglichen Alters werden aktiv und lernen spielerisch das Ökosystem Wald kennen und schützen und werden somit auf Gefahren für die Umwelt aufmerksam gemacht. Und natürlich versuchen alle Abhilfe dafür zu schaffen. Die Schulung der Sinne ist ein bedeutender Bestandteil eines jeden Waldbesuchs. Das Spielen, Experimentieren und Forschen mit allen Sinnen lässt erworbenes Wissen schnell verinnerlichen. Auch unter dem Stichwort „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ lässt sich Kunst im Wald betrachten: Da uns der Wald zwar schon viele Materialien „frei Haus“ liefert, müssen Kinder dennoch dafür sensibilisiert werden, dass sie sich im Wald nicht verhalten können, wie die sprichwörtliche Axt in selbigem.
Die Kunst, die mit Kindern im Wald entsteht, sollte deshalb immer auf einer umweltverträglichen Basis stattfinden. Das heißt selbstverständlich, dass Materialien, die nichts im Lebensraum Wald zu suchen haben, wieder mit nach Hause, bzw. in die Einrichtung genommen werden. Der Wald ist kein Müllplatz, auch nicht für Kunstbegeisterte. Dazu gehört auch, dass etwas entsteht, was mit, aus und für die Natur gemacht wurde. Alle Dinge, die für die Kunst verwand werden, entstammen aus dem Wald.

Es bieten sich die vielfältigsten Möglichkeiten, künstlerisch im und mit dem Wald aktiv zu werden:
- Flächiges Gestalten auf Papier und anderen Malgründen
- Plastisches Gestalten
- Kennenlernen einfacher Druckverfahren
- Strukturen
- Farben aus Pflanzen
- Bau von einfachen Malwerkzeugen
- Herstellung von natürlichen, biologisch abbaubaren Binde- und Klebemitteln
- uvm.
Kunst im Wald ist eine abstrakte Art von Kunst, in der es weniger darum geht etwas Gesehenes bildnerisch oder plastisch abzubilden, sondern den Schaffensprozess in den Vordergrund zu stellen und so einen spielerisch, ungezwungenen Einstieg auf umweltverträgliche Basis in das eigene künstlerische Tun zu schaffen.
Es bedarf lediglich einer gezielten, gut organisierten und geplanten, oftmals einmaligen, Vorbereitung. Der Rucksack mit sämtlichen Hilfsmaterialien sollte allseits bereit gepackt dastehen. Verschiedenste Formen der Nachbereitung und Präsentationen ermöglichen einen runden Abschluss.
Falls Ihr, oder das Interesse Ihrer pädagogisch-arbeitenden Einrichtung geweckt sein sollte, schauen Sie doch in mein aktuelles Fortbildungsprogramm und vereinbaren Sie einen Termin!
Vielen Dank für Ihr Interesse! |